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1.Woche meines Auslandspraktikums in Portugal

Kategorien: Allgemein
Brian

So seit Sonntagabend bin ich nun in Portugal. Wir landeten gegen 18 Uhr Ortszeit in Porto bei sehr angenehmen 23 Grad. Der Flughafen liegt etwas außerhalb von Porto und wir wohnen etwa eine dreiviertel Stunde von Porto mit dem Auto entfernt, in Furadouro. Deshalb mussten wir noch eine Weile mit der Metro und dem Zug zurücklegen.

 

Zu Beginn mussten wir uns erst noch etwas zu recht finden um die richtige Route auszuwählen. Doch dies war alles kein Problem, denn uns fiel sofort auf, dass die Portugiesen sehr angenehme, hilfsbereite Menschen sind, die uns den richtigen Weg zeigten.

 

Dieser Eindruck verdeutlichte sich auch gleich ein wenig später, als wir in Ovar angekommen waren, etwa 15 Minuten von unserem Zielort entfernt, wo  wir dann auf ein Taxi angewiesen waren. Allerdings war weit und breit kein Taxi mehr zu bekommen. Darum versuchten wir über ein Restaurant eins zu bekommen.  Der Restaurant Mitarbeiter sagte daraufhin für ihn ganz selbstverständlich: „ Kein Problem, ich fahre euch natürlich, steigt ein. Erstaunt und glücklich zu gleich stiegen wir ein und bekamen direkt von ihm die ersten Tipps für unseren Aufenthaltsort. Unter anderem auch eine Nummer eines von ihm befreundeten Taxiunternehmers.

 

Um 21:30 Uhr waren wir dann in unserer Unterkunft in Furadouro angekommen. Wir wohnen in einem Haus mit einem etwas kleinem Zimmer (für 3 Wochen aber okay), mit eigenem Bad und im unteren Bereich des Hauses einer Gemeinschaftsküche. Auch die Besitzer sind sehr nett und zaubern uns jeden Morgen ein super Frühstück.

 

Das Beste allerdings ist, dass wir tatsächlich etwa nur 5 Minuten zu Fuß vom Strand entfernt wohnen. So machten wir uns auch gleich auf und stärkten uns in einem Restaurant direkt am Strand, bevor es dann ins Bett ging.

 

Montag: Nach dem guten Frühstück begaben wir uns, mit dem Freund des Restaurantmitarbeiters per Taxi, zu unserem Arbeitsplatz. Kirchhoff Automotive ist etwa 10 Minuten von unserer Unterkunft in Ovar ansässig.

 

Dort angekommen wurden wir sofort freundlich von jedem Mitarbeiter begrüßt und von unserer Ansprechpartnerin in Empfang genommen. Wir bekamen von ihr eine Einführung in das Unternehmen und einen Großen Rundgang durch die Hallen von dem Betriebsleiter.  Zur Info für alle fleißigen Leser: Kirchhoff Automotive ist in der Automobilindustrie tätig und produziert verschiedene Autoteile aus Metall für unter anderem: VW, Ford, BMW, oder Audi. Der Standort hier hat etwa 520 Mitarbeiter auf einer Fläche von 40.000qm.

 

Darauf folgte eine Sicherheitseinweisung und die etwas für mich lang empfundene, 1 stündige Mittagspause. Nach der Pause bekamen wir noch ein IT-Training und wurden in unsere Projekte eingearbeitet. Ich bin die 3 Wochen nun im Personal eingesetzt und in einem Projekt beteiligt, welches kurzgesagt, Unternehmen und Mitarbeiter näher zusammenbringen soll. Eine für mich sehr interessante Arbeit, jedoch auch sehr komplex da viele verschiedene Dinge berücksichtigt werden müssen, wie die hohe Mitarbeiterzahl und verschiedenen Arbeitsschichten.

 

Wir bekamen noch ein Auto mit dem wir uns nun täglich durch die Gegend bewegen können, sowie einen Laptop. An diesem Tag durften wir schon, da es unser erster Tag war, um 15 Uhr Feierabend machen. Sonst sind unsere Arbeitszeiten von 8:30-17:30. Wir gingen noch kurz einkaufen und begaben uns zum Strand um die letzten Sonnenstunden zu genießen.

 

Dienstag: Von der bereits stark scheinenden Sonne geweckt, begaben wir uns um 8:15 Uhr mit unserem Auto zur Arbeit. Ich startete mit meinem Projekt und versuchte mir hier erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Ich bekam viele Infos und Statistiken die mir dabei helfen sollten. Außerdem sollte ich mich erst einmal mit Hilfe des Internets auf Recherche begeben.

 

Zur Kommunikation lässt sich übrigens noch sagen, dass portugiesisch auch mit leichten spanisch Kenntnissen kaum bis gar nicht zu verstehen ist. Allerdings ist das alles kein Problem, da hier alle zum Glück gut Englisch sprechen.

 

Zum Mittag wurden wir vom Geschäftsführer zum Essen eingeladen. Ein sehr netter Mann, der in Brasilien geboren wurde und dessen Mutter Deutsche ist, weshalb sein Deutsch perfekt war. Es war ein sehr nettes Gespräch über das Unternehmen und die portugiesische Wirtschaft, sowie seinen Werdegang.  Im Anschluss setzte ich meine Recherche fort. Nach dem Feierabend fuhren wir einkaufen und kochten etwas für die Arbeit.

 

Als Abschluss des Tages gingen wir dem Sonnenuntergang entgegen,  bei sehr angenehmer Luft laufen und fielen daraufhin kaputt ins Bett.

 

Mittwoch: Auch am dritten Tag ging ich weiter meiner Recherche und Ideensammlung nach. Dabei diskutierte und tauschte ich mich mit meinen netten Kolleginnen aus. Insgesamt ist es hier eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre.Ich wertete einige Ergebnisse aus den Mitarbeiterbefragungen aus und ging auf die Suche nach weiteren Indikatoren.

 

Nach Feierabend setzten mein Klassenkamerad und ich uns an den Strand und durchblätterten den Reiseführer von Porto. Im Laufe der Woche hatten wir schon einige Tipps unserer Kollegen für Sehenswürdigkeiten in Porto bekommen und wir planten nun unseren Ausflug dorthin. Die Vorfreude ist schon groß.

 

Donnerstag: Ich setzte meine Arbeit fort und bekam weitere Materialien, wie alte Konzepte und Recherchen. Heute war der 1. Tag an dem das Wetter etwas schlechter war. Es regnete den Tag über und die Temperaturen sanken auf etwa 19 Grad. Am Wochenende sind dafür aber schon über 30 Grad angesagt. Nach der Arbeit gingen wir wieder Einkaufen und kochten. Darauf folgte wieder unser Lauftraining.

 

Freitag: Da war auch schon wieder Freitag.. Die Woche ging wie so oft rasend schnell vorbei. Was hier garantiert nicht anders ist, ist die Vorfreude auf das Wochenende, die jedem anzumerken war. Passend dazu wurde es direkt wärmer und die Sonne zeigte sich wieder. Heute war ich bei einem Personal Meeting dabei, wo verschiedene Personaleinsätze und organisatorische Sachen besprochen wurden. Danach ging ich dem Tag über wieder meiner regulären Projektarbeit nach.

 

Heute Abend zum Start in das Wochenende planen wir einen Ausflug nach Aveiro zu machen. Aveiro liegt an der Küste des Atlantischen Ozeans, etwas im Süden von Porto (25 Minuten mit dem Zug). Diese Stadt wird auch als das „Venedig“ von Portugal bezeichnet.

 

Wir sind gespannt was wir heute und besonders morgen in Porto für Eindrücke sammeln und versuchen so viel wie nur möglich mit zu nehmen.

 

Ich werde dann nächste Woche wieder berichten.

 

Schönes Wochenende allen, bis dann!